Kemppi Tattoo auf dem Arm

Kemppi Tattoo auf dem Arm

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Die Schweißerin Katja Vironen hat nie für Kemppi gearbeitet, trotzdem hat sie sich das Logo des finnischen Schweißgeräteherstellers auf den Arm tätowieren lassen. Warum?

Für sie ist das alte Kemppi-Logo mehr als nur ein Logo. In erster Linie ist es ein Symbol dafür, seinen eigenen Weg zu finden. Als Katja zum ersten Mal einen Schweißbrenner in die Hand nahm und zu schweißen begann, änderte sich ihr ganzes Leben. Nach Abschluss ihrer Ausbildung als Pferdepflegerin lebte sie ohne Ziel in den Tag hinein. Sie fand keine Anstellung als Pferdepflegerin und die Jahre der Arbeitslosigkeit gingen nicht spurlos an ihr vorbei. Als der Berufsberater die damals 23 Jahre alte Katja mehr oder weniger zwang, einen Schweißkurs zu besuchen, nahm sie widerwillig teil. Dem viermonatigen Kurs folgte mehr als ein Jahr des Lernens und Übens.

„Zum ersten Mal in meinem Leben tat ich etwas, das mir wirklich gefiel. Ich erlernte rasch die unterschiedlichen Techniken und das Schweißen fiel mir leicht. Je anspruchsvoller das Material, desto besser.“

Als Katja davon hörte, dass es möglich sei, unter Wasser zu schweißen, wollte sie unbedingt wissen, wo und wie dies funktioniert. „Ich habe an sehr vielen Schulungen teilgenommen, um Berufstaucherin zu werden, und habe zwei Abschlüsse erworben.“ In Finnland gibt es nur drei Frauen, die eine Lizenz für Unterwasserinspektionen besitzen. Noch weniger Frauen haben die gesamte Ausbildung absolviert, um Berufstaucherinnen zu werden.

Welder Katja Vironen

Legendäre Schweißausrüstung

Welche Geschichte steckt also hinter dem Kemppi-Logo, das auf Katjas Arm tätowiert ist? Katja trat im Jahr 2001 ihre erste Stelle als Schweißerin an. Im Zuge der Rezession 2008 wurde sie erneut arbeitslos. Diesmal war der Verlust des Arbeitsplatzes nicht so schlimm. Jetzt hatte sie nämlich einen Beruf, in dem sie gut war und den sie unbedingt ausüben wollte.

„Das Schweißen hat mich gerettet. Ich wollte dies zum Ausdruck bringen, indem ich mir ein Schweißmotiv tätowieren ließ, und da war Kemppi natürlich naheliegend. Die Schweißmaschinen von Kemppi sind legendär.“

Auch bei Katja zu Hause gab es eine Kemppi-Schweißmaschine. Sie stand das ganze Jahr hindurch im Hof. Trotz Schnee und Regen funktionierte die Schweißmaschine Jahr für Jahr einwandfrei.

„Die Kemppi-Maschine wurde für Arbeiten bei uns zu Hause benötigt. Mein Vater hatte eine Transportfirma und einen Bauernhof. An Samstagen wurden Reparaturen durchgeführt.“ Die Kemppi-Schweißmaschine wurde verwendet, um Pferdekoppeln, LKWs, Traktoren und vieles mehr zu reparieren. Als Katja Vironen später ihr eigenes Auto gekauft und mit ihren Freunden eine Garage gemietet hatte, borgte sie sich an vielen Wochenenden die Kemppi-Schweißmaschine ihres Vaters aus. Wenn Katja nur eine einzige Kemppi-Maschine auswählen dürfte, wäre es die alte MasterTig oder die neuere MasterTig MLS.

„Ich habe mit der MasterTig das Schweißen begonnen. Ich verbinde viele Erinnerungen mit ihr und sie ist noch immer eine ausgezeichnete Maschine. Ich bevorzuge das WIG- und MMA-Schweißen. Mit den MasterTig- und MasterTig MLS-Maschinen kann ich beides.“

Bereit für Herausforderungen

Selbst nach vielen Jahren hat der elektrische Lichtbogen etwas Magisches.

„Ich bin immer ruhelos, aber wenn ich den Schweißbrenner zur Hand nehme, komme ich zur Ruhe.“ Und je anspruchsvoller die Aufgabe ist, umso leichter fällt es Katja, sich zu konzentrieren. In Katjas beruflicher Laufbahn gab es viele anspruchsvolle Aufgaben, an Land, unter Wasser aber auch in großer Höhe. Als das Clarion-Hotel in Helsinki gebaut wurde, war Katja für lange Zeit die einzige Schweißerin, die den Mut hatte, im 16. Stockwerk zu schweißen. Die Arbeit an sich war nicht kompliziert, dafür aber die Umstände umso mehr. Am höchsten Punkt des Gebäudes war es oft windig und manchmal musste die Scherenhebebühne benutzt werden. Zum Glück konnte die Maschine von Kemppi auf der Schulter transportiert werden, sodass sie immer zuverlässig zur Stelle war.

„Ich würde das Schweißen nie an den Nagel hängen, auch wenn ich im Lotto gewinnen würde. Ich würde mir meine eigene Werkstatt kaufen und einfach zum Vergnügen schweißen.“

Natürlich mit Kemppi.

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